Ohne umfassende Reformen, Innovationen und ausreichende Investitionen droht der Bau- und Immobiliensektor bis 2030 ein strukturelles Worst‑Case‑Szenario mit Verfall, Wohnungsknappheit und Marktverkleinerung.
In der Folge zeichnet Thomas ein nüchternes Worst‑Case‑Bild bis 2030: anhaltend niedrige Investitionen, wachsender Sanierungsstau in öffentlichen Gebäuden, stagnierende Fertigstellungszahlen und steigende Baukosten führen zu Wohnraummangel, sozialen Spannungen und einem Schrumpfen des Mittelstands. Kapital zieht sich zurück, ESG‑Auflagen und Finanzierungsprobleme machen Teile des Bestands unfinanzierbar. Gleichzeitig droht technologischer Rückstand; nur punktuelle Chancen durch Digitalisierung und pragmatischere Regulierung könnten das Szenario abmildern.
Einführung: Der Begriff ‚It Will Be Dirty Until 2030‘ und die Intention: Vorstellung des Begriffs als nüchternes Worst‑Case‑Szenario bei ausbleibenden Reformen und Investitionen.
Underinvestment und Sanierungsstau in Infrastruktur und öffentlichen Gebäuden: Wachsende Instandhaltungsdefizite bei öffentlicher Infrastruktur führen zu kritischen Zuständen und steigenden Folgekosten.
Wohnungsfertigstellungen, Mieten und soziale Folgen: Niedrige Neubauzahlen treiben Mieten und Wohnungsnot, was soziale Spannungen und politische Instabilität fördern kann.
Strukturwandel am Markt: Mittelstandsschwund und Oligopolisierung: Finanzierungsdruck führt zum Verschwinden vieler Mittelständler und zur Konzentration auf wenige Großakteure.
ESG‑Pflichten, Brown‑Discount und unfinanzierbare Bestandswerte: ESG‑Auflagen und Finanzierungsengpässe könnten zu Wertverlusten und teilweise Unfinanzierbarkeit von Bestandsobjekten führen.
Arbeitsmarkt: Fachkräftemangel vs. Jobabbau und verlorene Talente: Fachkräftemangel auf der Baustelle trifft auf Abbau in Struktur‑ und Managementfunktionen, mit langfristigen Nachwuchsproblemen.
Technologischer Rückstand und ineffizientes Bauen: Ohne technologische Modernisierung bleibt Bauen teurer und ineffizienter, Wettbewerbsfähigkeit schwindet.
Innenstädte, Stranded Assets und kommunale Transformationsprobleme: Ohne Mittel für Strukturwandel veröden Innenstädte, Altbüros werden Stranded Assets, Kommunen fehlen Ressourcen.
Chance und Gegensteuer: Digitalisierung, pragmatischere Regulierung und Nachwuchs: Punktuelle Chancen durch KI, pragmatische Regulierung und technologieorientierten Nachwuchs könnten das Risiko mindern.