Kennzeichen E - Der Podcast für elektrische Mobilität
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KE012 Die THG-Prämie: Wie man mit dem E-Auto Geld verdient / E-Autos versichern: Auf was sollte man achten? / Mythos: Ist die Batterie kaputt, kann man das Auto gleich wegschmeißen

22. Juni 2026 · 54 Min.

Mit einem Elektroauto lässt sich durch die THG-Prämie Geld verdienen, die Versicherung ist oft teurer als bei Verbrennern, aber Batterien halten deutlich länger als der Mythos suggeriert.

Die Folge behandelt drei zentrale Themen der E-Mobilität: Erstens die THG-Prämie (Treibhausgasminderungsprämie), durch die E-Auto-Halter jährlich 120–300 Euro verdienen können, indem sie ihre CO2-Einsparungen an Mineralölkonzerne abtreten. Zweitens wird erklärt, warum E-Auto-Versicherungen teurer sind – hauptsächlich wegen der hohen Batteriekosten und mangelnder Schadenshistorie bei chinesischen Modellen. Drittens wird der hartnäckige Mythos der schnell verschleißenden Batterie widerlegt: Tests zeigen, dass Batterien nach 160.000 km noch 90 % Kapazität haben und erst bei etwa 480.000 km die garantierten 70 % unterschreiten würden.

Zahlen & Fakten

25 Prozent

Angestrebte CO2-Minderungsquote der Mineralölkonzerne bis 2030

10 Prozent

CO2-Minderungsquote der Mineralölkonzerne im Jahr 2025

90 Prozent

Batteriekapazität nach 160.000 km Fahrleistung (Test Automotor Sport)

Weitere 20 Zahlen & Fakten anzeigen

87 Prozent

Restkapazität nach 200.000–300.000 km (Test Autobild/ADAC)

95–97 Prozent

Batteriekapazität bei Jaguar I-PACE Taxis nach 180.000–260.000 km (DEKRA-Test München)

70 Prozent

Garantierte Mindestkapazität von Autobatterien nach 8 Jahren/160.000 km (Herstellergarantie)

90 Prozent

EU-Quote für Batterierecycling bis Ende 2027

95 Prozent

EU-Quote für Recycling von Kobalt, Kupfer, Blei, Nickel ab Ende 2031

96 Prozent

Rückgewinnungsquote bei Mercedes-Benz (über EU-Vorgaben)

98 Prozent

Recyclingquote von Stena Recycling (Schweden) bei Lithium-Ionen-Batterien

120–300 Euro

Typische THG-Prämien pro Jahr und E-Auto in Deutschland 2026

15. November

Frist für Privathalter zur Beantragung der THG-Prämie im Jahr

31. Oktober

Frist für Dienstleister zur THG-Prämie-Antragstellung

5.000–20.000 Euro

Kosten für den Austausch einer Elektroauto-Batterie nach Unfall

1.993 Euro

Jährliche Vollkasko-Versicherungsprämie für BYD C-Line 7 (chinesischer SUV)

1.397 Euro

Jährliche Vollkasko-Versicherungsprämie für Hyundai Ioniq 5 (vergleichbares europäisches Modell)

600 Euro

Jährlicher Unterschied zwischen BYD und Hyundai bei Vollkasko-Versicherung

480.000 km

Geschätzte Kilometerleistung, bei der Batteriekapazität auf 70 % fällt (grobe Hochrechnung)

8 Jahre

Typische Herstellergarantie auf E-Auto-Batterien

10–20 Jahre

Gesamte Lebensdauer einer E-Auto-Batterie (Auto + Stromspeicher)

18. Februar 2027

Datum, ab dem der digitale EU-Batteriepass verpflichtend wird

1/3

Anteil der E-Auto-Halter, die 2025 die THG-Prämie nicht beantragen (Umweltbundesamt)

100 Euro

Typische Kosten für ein Batteriezertifikat (DEKRA, TÜV)

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Organisationen

Themen & Erkenntnisse

Die THG-Prämie: Geldverdienen mit dem E-Auto · ab 02:13: E-Auto-Halter können jährlich über Dienstleister 120–300 Euro verdienen, indem sie ihre CO2-Einsparungen als Zertifikate an Mineralölkonzerne verkaufen, um deren Minderungsquoten zu erfüllen.
E-Auto-Versicherung: Warum Elektroautos teurer sind · ab 22:13: E-Autos kosten in der Versicherung oft mehr als vergleichbare Verbrenner, weil Batterien bei Unfällen häufig komplett ausgetauscht werden müssen – die Kosten liegen bei 5.000–20.000 Euro.
Mythos Batterieverfall: Akkus halten länger als behauptet · ab 38:43: Tests belegen: Nach 160.000 km haben E-Auto-Batterien noch 90 % Kapazität. Sie altern nicht linear und halten 10–20 Jahre, ehe sie recycelt werden können.

Quellen

StudieAutomotor Sport – Test zur Batteriekapazität von Elektroautos nach 100.000 und 200.000–300.000 Kilometern

ArtikelAutobild – Großer Vergleich der Versicherungsprämien für E-Autos (BYD C-Line 7 vs. Hyundai Ioniq 5)

StudieADAC – Test zur Batteriekapazität von Elektroautos (z.B. VW ID.3)

Weitere 4 Quellen anzeigen

StudieDEKRA – Taxi-Test mit Jaguar I-PACE in München zur Batteriekapazität nach hoher Fahrleistung

StudieUmweltbundesamt – Statistik zur THG-Prämie-Inanspruchnahme (rund ein Drittel der Berechtigten nutzt die Prämie nicht, 2025)

ArtikelMercedes-Benz – Rückgewinnungsquote von über 96 % in Recycling-Anlagen (z.B. Sonneberg)

StudieStena Recycling (Schweden) – Recyclingquote von bis zu 98 % bei Lithium-Ionen-Batterien

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

C
Christina KunkelHOST

Christina Kunkel arbeitet in der Wirtschaftsredaktion der Süddeutschen Zeitung und berichtet dort über die Automobilindustrie. In der Episode erläutert sie Hintergründe zu Absatzrückgängen, Überkapazitäten und möglichen Sparplänen bei Volkswagen sowie die Folgen für Standorte und Beschäftigte.

Alle Auftritte von Christina Kunkel
D
Don DahlmannHOST

Don Dahlmann ist Journalist und Autoindustrie‑Experte bei Business Insider. Im Podcast Kennzeichen E erläutert er strukturelle Probleme bei Volkswagen, interpretiert Verkaufszahlen aus China und Deutschland, bewertet Förderwirkungen und gibt einen Marktüberblick zu bezahlbaren E‑Modellen.

Alle Auftritte von Don Dahlmann

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

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